Hungerast – wenn der Mann mit dem Hammer kommt

13. Dezember 2010 von redaktion

Fast jeder Ausdauersportler kennt ihn: den gefürchteten Mann mit dem Hammer, der bei Langzeitbelastungen hinter jeder Ecke lauert. Wie ein Hungerast entsteht und wie man vorbeugen kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Viele haben es schon erlebt, der Hungerast erreicht uns wie ein Schlag mit dem Hammer. Von einer Minute auf die andere werden die Beine schwer und die Leistungsfähigkeit sinkt drastisch ab. Es kann zu plötzlichem Hungergefühl, Müdigkeit, Schwindel und Schwarzwerden vor den Augen kommen. Verursacht wird der Hungerast durch einen Kohlenhydratmangel.

Besonders das Gehirn benötigt eine kontinuierliche Zufuhr von Zucker. Der Körper ist in der Lage, eine gewisse Menge an Kohlenhydraten in Form von Glykogen zu speichern. Das Glykogen wird hauptsächlich direkt in den Muskelzellen gespeichert und auch dort als Energie verbrannt. Ein kleiner Teil wird auch in der Leber gespeichert, was in Form von Leberglycogen dafür sorgt, dass der Blutglucosespiegel aufrechterhalten wird. Sind die Muskelspeicher erschöpft, wird dem Blut die Glucose als Energie für die Muskelarbeit entzogen. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel, was eine Gefahr für das zentrale Nervensystem bedeutet. Sinkt der Blutzuckerwert auf unter 40mg/ml, schlägt das Gehirn Alarm und der Hungerast tritt ein. Durch das Eintreten der Symptome soll der Körper zu einem Belastungsabbruch gezwungen werden. Dadurch wird eine vollständige Unterzuckerung und ein damit verbundener Kreislaufkollaps soll verhindert.

Meist ereilt der Hungerast eher schlecht trainierte Sportler mit entsprechend geringen Glykogenspeichern. Bei hochtrainierten Ausdauerprofis tritt ein Glucosemangel nur sehr selten auf, da sie durch intensives Training mehr Muskulatur besitzen, wodurch die Glucosespeicherfähigkeit maximiert wird. Auch eine ausdauerspezifische Ernährung kann die Speicherkapazität nochmals erhöhen und somit die Gefahr eines Hungerasts minimieren.

Die beste Maßnahme gegen den Hungerast ist, ihn gar nicht erst aufkommen zu lassen

Durch eine sportartgerechte Ernährung speziell für Ausdauersportler, die vor allem reich an Kohlenhydraten sein sollte, sowie regelmäßiges Ausdauertraining kann ein Hungerast verhindert werden. Zudem sollte während der Belastung auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, sowie die regelmäßige Aufnahme von Kohlenhydraten geachtet werden. Hierbei gilt: trinken, bevor der Durst kommt und essen bevor der Hunger kommt!

Die erste Flüssigkeitszufuhr während einer Ausdauerbelastung sollte etwa 30 bis 60 Minuten nach dem Start erfolgen. Danach sollte jede Viertelstunde 0,2 Liter getrunken werden.

Die erste Kohlenhydrataufnahme solle nach spätestens 60 Minuten erfolgen. Ab diesem Zeitpunkt sollten pro Stunde 40 bis 60g Kohlenhydrate aufgenommen werden. Am besten eignet sich dafür mit Maltodextrin angereichertes Wasser, da es die Speicher sehr schnell auffüllt.

Zu beachten ist dabei, dass Frauen eine geringere Kohlenhydratspeicherfähigkeit besitzen, als Männer. Sie können nur rund 300g einlagern, während die Vorräte der Männer etwa 400g betragen. Das liegt daran, dass Männer im Allgemeinen mehr Muskelmasse besitzen, als Frauen, wodurch sie auch mehr Muskelglycogen speicher können.
Sollte der Mann mit dem Hammer Sie trotz aller Präventionsmaßnahmen einholen, ist es wichtig bereits bei den ersten Anzeichen auftretender Symptome kleine Mengen schnellverdaulicher Kohlenhydrate zuzuführen, am besten in flüssiger Form, damit die Speicher so schnell wie möglich aufgefüllt werden.

Verletzungen im Fitnessstudio – ist der Kraftsport gefährlich?

13. Dezember 2010 von redaktion

Auch im Kraftsport gibt es Verletzungen und chronische Schmerzen, auch wenn diese im Gegensatz zu anderen Sportarten seltener ausfallen. Durch richtig ausgeführtes Krafttraining kann die stabilisierende Muskulatur gestärkt und Verletzungen sogar vorgebeugt werden. Viele Leistungssportler sind für die Verletzungsprophylaxe oder zur Rehabilitation auf das Krafttraining angewiesen. Im Bodybuilding treten vermehrt Verletzungen der Muskulatur aufgrund Fehl- oder Übertraining auf. Auch durch unkonzentriertes Training können Verletzungen entstehen. Das sind überwiegend Unfälle wie auf dem Laufband umgeknickt, die Hantel auf die Brust gefallen, durch eine schnelle Bewegung eine Zerrung zugezogen. Viele Sportler klagen über chronische Gelenkbeschwerden besonders im Handgelenk, Knie, Schulter, Rücken oder Ellenbogen. Besonders die Schulter ist das Gelenk, welches bei Bodybuildern am häufigsten verletzt ist. Nicht nur durch Muskelrisse oder Zerrungen, sondern auch durch Verschleiß oder immer wiederkehrende kleine Mikrotraumen, die schlecht abheilen.

Durch Fehl- oder Übertraining können folgende Verletzungen auftreten:

  • Strukturelle Schäden an der Wirbelsäule
  • Verschiebungen der Bandscheibe
  • ungleiche Muskelentwicklung
  • Verschleiß des Bindegewebes durch kleine mikrofeine Verletzungen
  • Zerrungen
  • Quetschungen
  • Stauchungen
  • Schwielen

7 goldene Regeln, um Verletzungen im Fitnessstudio vorzubeugen:
1. Wärme dich vor dem Training auf
Ausgekühlte Muskeln können schneller reißen und es kommt häufiger zu Zerrungen, Muskelfaserrissen oder Sehnenabrisse. Auch für das Herz- Kreislauf- System ist ein Training ohne Aufwärmphase nicht gut. Daher wärme dich vor dem Training mit einer kurzen Ausdauereinheit auf.

2. Vermeide einseitige Belastungen
Durch einseitige Trainingsbelastungen werden Muskeln, Sehnen und Bänder ungleichmäßig belastet, was auf Dauer zu Schmerzen und Entzündungen führen kann. Viele Kraftsportler trainieren auch einseitig, wenn schon eine Verletzung mit Schmerzen vorliegt. Wird zum Beispiel durch Schmerzen an der einen Schulter nur die andere Seite belastet, kann das zu einer Entzündung des dort befindlichen Schleimbeutels führen. Oder es kommt zu einer Verkürzung der anderen Muskelfasern. Mache also zu jeder Bewegung die passende Gegenbewegung und entlaste deine Wirbelsäule, indem du Übungen im Liegen mit einbeziehst.

3. Neue Übungen zunächst mit leichten Gewichten trainieren
Um deine Muskeln nicht gleich überzustrapazieren, beginne neuen Übungen zunächst mit leichten Gewichten und mehreren Wiederholungen. Wenn du die Übung dann nach einigen Wochen gut kennst und die Intensität abschätzen kannst, dann setze das Gewicht hoch.

4. Trage Handschuhe, Bandagen und festes Schuhwerk
Mit Trainingshandschuhen oder Bandagen schützt und stabilisierst du nicht nur deine Handgelenke, sondern verhinderst auch Schwielen an den Händen. Sie geben dir festen Halt, verhindern eine Überdehnung der Gelenke und beugen Handgelenksschmerzen vor. Um einen sicheren Halt zu haben, sind feste auf den Fuß angepasste Trainingsschuhe Grundvoraussetzung für das Training im Studio.

5. Konzentriere dich beim Training
Führe jede Übung langsam und konzentriert aus, um Verletzungen wie Stauchungen, Zerrungen und Quetschungen zu verhindern. Unfälle passieren besonders schnell durch Unkonzentriertheit. Halte den Spannungsbogen so lang wie möglich, indem du die Übungen kontrolliert ausführst. Das schafft dir auf längere Sicht schnelleren Muskelaufbau als das schnelle „Gepumpe“.

6. Achte auf deine Ernährung
Besonders bei einer Dehydration oder einem Mineralstoffmangel kann die Konzentration schnell sinken und die Gefahr für Verletzungen steigt. Ein Mineralstoffmangel kann die Stabilität von Muskeln, Knochen und Sehnen schwächen und das Verletzungsrisiko schnell ansteigen lassen.

7. Gib deinen Muskel die Regenerationszeit, die sie brauchen
Jeder Muskel braucht Zeit, sich zu regenerieren. Die kleinen Muskelfaserrisse, die bei jedem Training entstehen, müssen ausheilen. Durch eine gute Regenerationszeit hat der Körper mehr Zeit für die benötigten Reparaturprozesse und zur Auffüllung der Nährstoffspeicher. So wird der Muskel kräftiger und kann dauerhaft mehr Leistung bringen.

Fazit
Ignoriere die Gefahr von Verletzungen nicht, denn wenn es passiert, kann dir aufgrund der häufigen Verletzungsanfälligkeit oder unangenehmen Schmerzen wertvolle Trainingszeit verloren gehen. Nutze Trainingshandbücher oder beziehe einen qualifizierten Trainer mit ein, der dir die Übungen mit den korrekten Techniken zeigt. Auch Handschuhe, Bandagen und Gürtel sorgen für mehr Sicherheit im Training. Lass dir deine Trainingszeit nicht rauben und beuge Verletzungen gezielt vor.

Rauchen und Sport

7. Dezember 2010 von redaktion

Rauchen ist ungesund, das sollte mittlerweile jedem bekannt sein. Das jedoch auch die körperliche Leistungsfähigkeit durch Nikotingenuss beeinträchtigt werden kann, wird von vielen nicht ernst genommen. Welche Auswirkungen der Glimmstängel auf die sportliche Leistung haben kann und worauf Raucher achten sollten, erfahren Sie im Folgenden.

Sowohl im Freizeitsportbereich, als auch unter den Leistungssportlern gibt es immer noch Athleten, die trotz Leistungsminderung einen täglichen Tabakkonsum nicht lassen können. Wer einmal damit beginnt, der ist schnell der Sucht verfallen und die Zigarettenpause wird zur täglichen Gewohnheit.

Bereits der Konsum einer einzigen Zigarette beeinträchtigt den Körper negativ in vielerlei Hinsicht. Mit dem inhalieren des Rauches wird Kohlenmonoxid über die Lunge aufgenommen. Es bindet sich an den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin), wodurch Sauerstoffaufnahmefähigkeit verringert wird. Die Muskelzellen werden dadurch schlechter versorgt, was eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit zur Folge hat.

Auch Herzfrequenz und Blutdruck werden durch Nikotin gesteigert. Die Aktivität des Herzens steigert bei sich bei einer Zigarette um bis zu 20 Schläge pro Minute, wodurch mehr Energie verbraucht wird und die Speicher schneller erschöpfen. Es heißt, dass Rauchen die Leistungsfähigkeit von Freizeit- und auch Leistungssportlern um rund 15% senkt, was auch durch die verschlechterte Lungenfunktion von Rauchern forciert wird.

Auch rauchende Kraftsportler haben schlechte Karten, denn in einer Studie wurde herausgefunden, dass Nikotin sich nicht nur negativ auf die Ausdauer auswirkt, sondern auch den Muskelaufbau vermindert. Anhand von Aminosäuregaben und Muskelproben wurde herausgefunden, dass Raucher erheblich weniger Muskelmasse aus Aminosäuren bilden können, als Nichtraucher. (Petersen AM et al. 2007)

Rauchen und Sport: ein Wiederspruch

Viele Fakten sprechen dafür, dass sportliche Aktivität und Zigarettengenuss nicht zusammen passen. Während Sport viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat, bewirkt Rauchen genau das Gegenteil. So sorgt körperliche Anstrengung für eine Erweiterung der Blutgefäße sowie eine verbesserte Durchblutung. Nikotin hingegen verengt die Gefäße, wodurch es zu Durchblutungsstörungen kommen kann. Das kann Konzentrationsschwäche und Müdigkeit verursachen, da das Gehirn durch die verengten Gefäße nur schwer mit Nährstoffen versorgt werden kann.

Zudem trainiert Ausdauersport das Herz, so dass das weniger pro Minute schlagen muss. Wie oben schon erwähnt, wird im Gegensatz dazu durch Zigarettenkonsum die Herzaktivität für einige Zeit gesteigert. Eine erhöhte Herzfrequenz, schlechtere Durchblutung und eine geminderte Versorgung der Muskeln mit Sauerstoff wirken sich negativ auf die Regenerationsfähigkeit aus.

Dies sind nur einige Gründe dafür, dass Rauchen und Sport kontraproduktiv sind. Wer also Leistungssport betreibt und seine maximalen körperlichen Fähigkeiten ausnutzen möchte, für den ist Nikotin extrem hinderlich.
Auch Menschen, die Sport treiben um ihren Körper fit und gesund zu erhalten, sollten auf Zigaretten verzichten.
Sportlich aktive Raucher haben dennoch Vorteile gegenüber Rauchern die keinen Sport treiben, da durch körperliche Aktivität die negativen Auswirkungen des Rauchens ein wenig ausgeglichen werden können.

Sport als Hilfsmittel gegen Rauchen

Wer endlich gegen die Nikotinabhängigkeit ankämpfen möchte, für den kann körperliche Aktivität ein gutes Hilfsmittel sein, um vom Glimmstängel los zu kommen. Man fand heraus, dass Sport das Verlangen nach Nikotin deutlich vermindern kann.
Außerdem hilft Sport dabei, die häufig mit der Nikotinentwöhnung verbundene Gewichtszunahme zu verhindern. Ersetzen Sie die tägliche Zigarette am Abend nicht durch Süßigkeiten, sondern durch 30 Minuten Workout. Das lenkt ab vom Verlangen nach Nikotin und bewahrt vor unerwünschten Fettansätzen.
Weitere Tipps zur Nikotinentwöhnung…
• Machen Sie sich einen Plan um den Zigarettenkonsum schrittweise zu reduzieren
• Suchen Sie sich einen Leidensgenossen, der ebenfalls mit dem Rauchen aufhören möchte und kontrollieren Sie sich gegenseitig
• Meiden Sie alles was mit Rauchen zu tun hat, beseitigen Sie Zigaretten, Aschenbecher und Feuerzeuge, damit Sie nicht in Versuchung kommen
• Bei Verlangen nach Nikotin lenken Sie sich mit anderen Aktivitäten ab
• Hypnose oder Akupunktur können helfen, das Verlangen zu vermindern

Regeneration – gib deinen Muskeln, was sie brauchen.

13. Oktober 2010 von redaktion

Die Regeneration ist für einen optimalen Muskelaufbau gleichbedeutend wie ein gutes Muskeltraining und die richtige Ernährung. Ohne eine ausreichende Regeneration wird kein Muskel gestärkt und aufgebaut. Viele Bodybuilder begehen den Fehler, täglich zu trainieren, dem Körper aber keine Pause zu gönnen. So kann keine Leistung gesteigert werden.  

Durch erhöhte Belastungen muss die Stoffwechselbalance wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Die Stoffwechselbalance ist vom Training durch erhöhte Brennstoffverluste wie Glycogen, Fette oder Aminosäuren und durch Verluste des Mineralstoffhaushaltes gestört. Auch der ph- Wert kann durch erhöhte Belastungen und Laktatbildung gesunken sein und belastet somit die Stoffwechselbalance. Laktat muss über die Nieren abgebaut werden, ansonsten kann es zur verminderten Leistungsfähigkeit kommen.

Besonders die Mineralstoffe Natrium und Kalium sind durch erhöhte Schweißverluste verloren gegangen. Calcium und Magnesium wurden für den Energiestoffwechsel verbraucht. Eisen für eine optimale Sauerstoffversorgung. All diese Mineralstoffe müssen wieder aufgefüllt werden um den Körper wieder leistungsfähig zu machen.

Kleine Muskelfaserrisse und zerstörte Zellmembranen muss der Körper reparieren, neu aufbauen und stärken. Durch die sogenannte Superkompensation passt sich der Muskel an die erhöhte Belastung an.  

Eine fehlende oder zu kurze Regenerationszeit zehrt den Körper aus. Das führt auf längere Sicht zu Leistungseinbrüchen, Mangelerscheinungen, Erkrankungen oder sogar Verletzungen.

Die Regenerationsphase kann aber auch zu lang sein. Die Anpassung des Körpers an das Training wird überschritten und es findet keine Leistungssteigerung statt. Daher sollte die Erholungszeit bei einem durchschnittlichen Training 3 Tage nicht überschreiten.

 Wie sieht eine Regeneration aus? 

Es gibt zwei Arten der Regeneration: Bei der lokalen Regeneration erholt sich der trainierte Muskel. Wenn zum Beispiel an einem Tag die Brust trainiert wird, sollte sie nicht am nächsten Tag erneut trainiert werden. Der Muskel kann durch Wärme, Massage oder leichte Dehnübungen schnell regeneriert werden. Viele Bodybuilder kennen nur diese Art der Regeneration. Aber zu einer umfangreichen Erholung gehört noch eine andere Art. 

Die zentrale Regeneration bezieht sich auf den ganzen Körper. Dazu gehören das Nervensystem, der Stoffwechsel und die Psyche, denn nicht nur der Muskel benötigt Erholung. Zur Zentralen Regeneration gehören Entspannungstechniken, Massagen, Sauna, ausgewogene Mahlzeiten und Supplemente. 

Die Regenerationszeit beginnt sofort nach dem Training. 

Tab. 1: Zeitlicher Ablauf der Regeneration nach sportlichen Belastungen*)
4.-6. Minute Vollständige Auffüllung der muskulären Creatinphosphat-Speicher
20. Minute Rückkehr von Herzschlagfrequenz und Blutdruck zum Ausgangswert
20.-30. Minute Ausgleich der Unterzuckerung; nach Kohlenhydrataufnahme. Einsetzen eines vorübergehenden Blutzuckeranstieges
30. Minute Erreichen eines Gleichgewichtszustandes im Säuren-Basen-Haushalt, Abnahme der Lactatkonzentration unter 3 mmol/l
60. Minute Nachlassen der Proteinsynthesehemmung in beanspruchter Muskulatur
90. Minute Umschlag von der katabolen in die anabole Stoffwechsellage; verstärkter Eiweißumsatz zur Regeneration und Anpassung
2. Stunde Überwiegende Wiederherstellung der ermüdeten funktionender Muskulatur (erste Stufe motorischer Wiederbelastbarkeit)
6.Stunde bis 1. Tag Ausgleich im Flüssigkeitshaushalt; Normalisierung des Verhältnisses fester und flüssiger Blutbestandteile (Hämatokrit)
1. Tag Wiederauffüllung des Leberglykogens
2.-7. Tag Auffüllung des Muskelglykogens in stark beanspruchter Muskulatur
3.-5. Tag Auffüllung der muskulären Fettspeicher (Triglyceride)
3.-10. Tag Regeneration teilzerstörter Muskelfasereiweiße
7.-14. Tag Strukturaufbau in funktionsgestörten Mitochondrien (allmählicher Wiedergewinn der vollen muskulären aeroben Leistungsfähigkeit)
1.-3. Woche Psychische Erholung vom gesamtorganischem Belastungs-Streß und Wiederabrufbarkeit der sportspezifischen Komplexleistung in Kurz-, Mittel- und Langzeitausdauersportarten (LZA I und II, nicht jedoch in LZA III und IV: Marathon, 100 km-Lauf)
*) Durchschnittswerte; individuell stark von Dauer und Intensität der Belastung sowie der Leistungsfähigkeit beeinflußt

 Prof. Dr. med. habil. Georg Neumann, Facharzt für Sportmedizin, Institut für angewandte Trainingswissenschaft

Je besser der Trainingszustand, desto kürzer die Regenerationszeit. Ist der Körper an regelmäßig, hohe Belastungen angepasst, benötigt er eine kürzere Regenerationszeit. 

Die Regenerationszeit ist abhängig vom Trainingszustand, dem Alter und der Stoffwechsellage. Dabei erholen sich Frauen in der Regel schneller als Männer. Ein wichtiges Kriterium für eine ausreichende Regeneration ist das eigene Körpergefühl. Guter Schlaf, eine positive Einstellung, Lust zum trainieren und ein gesunder Appetit sind Anzeichen einer guten Regeneration. Spürt man dann die Leistungssteigerung beim nächsten Training, war die Regenerationsphase vollständig. Wie viel Regeneration der Körper braucht, muss jeder Kraftsportler von seinem Körpergefühl abhängig machen. Fühlt man sich noch müde, schlapp, aggressiv, hat Muskelkater oder ist unausgeglichen, dann sollte noch ein zusätzlicher Regenerationstag eingelegt werden. Anfänger benötigen im Durchschnitt 2-3 Tage der Regeneration. Fortgeschrittenen reichen meist 1-2 Tage. 

Was kann die Regeneration unterstützen? 

Ernährung

Diese sollte sehr vitamin- und mineralstoffreich sein durch Obst, Gemüse und Salate. Langkettige Kohlenhydrate mit Ballaststoffen aus Reis, Nudeln oder Kartoffeln füllen die erschöpften Energiereserven wieder auf und unterstützen den Aufbau der Glycogenspeicher. Sind diese vollends erschöpft, benötigt der Körper sieben Tage, um ihn komplett wieder aufzufüllen. Daher sollte auch beim Kraftsport auf eine ausreichende Zufuhr von Kohlenhydraten geachtet werden. Können aus Zeitgründen nur wenige Kohlenhydrate aufgenommen werden, eignet sich ein gutes Kohlenhydratpulver als Supplement.

Wertvolle Proteine aus Fisch, Fleisch oder gutem Molke- oder Milcheiweiß unterstützen den Aufbau und die Verstärkung des Muskels. Pro Kilogramm Körpergewicht sollten ca. 1,5-2g Eiweiß aufgenommen werden.

Die Flüssigkeitsverluste sind wieder auszugleichen mit einem natriumhaltigen Wasser. Der normale Wasserbedarf liegt bei 1ml pro Kalorie Energieverbrauch (z.B. bei 3000kcal pro Tag 3L). Dazu kommt der zusätzliche Wasserbedarf für den Sport. Ein gutes Sportgetränk beinhaltet ca. 30-80g Kohlenhydrate pro Liter. Wenn ein Mineralwasser aufgenommen wird, sollte es über 50mg Natrium und ein günstiges Calcium- Magnesium Verhältnis haben (2:1). Zum Beispiel 200mg Calcium und 100mg Magnesium. 

Entspannung

Neben einer angepassten Ernährung sind für die zentrale Regeneration ausreichend Zeit und Schlaf (8h) wichtig. Auch ein Vollbad, Saunagänge, Sparziergänge, Massagen oder Dampfbäder dienen der Entspannung. Durch Wärme werden die Muskeln entspannt und Stoffwechselendprodukte schneller ausgeschieden. 

Nahrungsergänzungen

Molkeprotein kann eine Regenerationsphase sehr gut unterstützen, denn das Pulver hat einen hohen Gehalt an Glutamin und den wichtigen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin (BCAA`s). Molkekonzentrat, Molkehydrolisat oder Molkeisolat kann sehr gut vom Körper verwertet werden und unterstützt den Muskelaufbau. Im Gegensatz zu Fleisch enthält ein reines Molkepulver keinerlei tierische Fette.

L- Glutamin ist eine regenerierende Aminosäure. Sie beschleunigt Reparaturprozesse, verhindert eine Übersäuerung und verzögert die Ermüdung des Muskels.

Ein Mineralbooster enthält alle wichtigen Mineralstoffe und Vitamine. Zusätzliches Trikaliumcitrat hilft, dass Laktat schnell abgebaut und ausgeschieden werden kann.

GABA ist die Gamma- Aminobuttersäure, welche die Reparatur- und Erholungsprozesse beschleunigt. Sie dämpft die Stresshormone und unterstützt die Muskelaufbauprozesse. 

Regeneration ist der Schüssel zum Erfolg. Also gibt deinem Körper, was er braucht.

Home Gym oder Fitnessstudio?

6. Oktober 2010 von redaktion

 

Viele Fitnessanfänger stellen sich die Frage was für sie besser ist: kostengünstig und bequem zu Hause trainieren, oder lieber Mitglied in einem Fitnessstudio werden?

Folgende Auflistung soll die Entscheidung erleichtern und hilft gerade Fitnessneulingen bei der Wahl des Trainingsortes.

Vorteile eines Fitnessstudios:

  • Der wohl größte Vorteil eines Fitnessstudios gegenüber eines Home Gyms ist das Vorhandensein von geschultem Fachpersonal. In guten Fitnessstudios erstellen Fitnesstrainer individuelle Trainingspläne, korrigieren die Ausführung der Übungen und beraten bezüglich Ernährung u.v.m. Gerade für Anfänger ist das sehr hilfreich, da die falsche Ausführung von Fitnessübungen oftmals kontraproduktiv ist und sogar körperliche Schäden verursachen kann. 
  • Für Menschen, die gerne in Gesellschaft trainieren, bietet sich eher das Fitnessstudio an. Man kann sich mit Trainingspartnern verabreden, sich gegenseitig motivieren und anfeuern. Zudem können viele Menschen nur mit Hilfe einer Verabredung den inneren Schweinehund überwinden. Ansonsten ist für sie die Versuchung immer wieder groß, das Training einfach sausen zu lassen und lieber einen gemütlichen Abend auf der Couch zu verbringen.
    Viele treibt auch das schlechte Gewissen vor sich selbst regelmäßig zum Training ins Studio, da der monatliche Beitrag sonst für die Katz ist.
  • In guten Fitnessstudios sind meist Auswahl und die Vielfältigkeit der Fitnessgeräte wesentlich größer, als es bei einem Home Gym möglich ist. Nur die Wenigsten haben die Möglichkeit, sich für das heimische Training unterschiedliche Kraftmaschinen und Cardio-Geräte anzuschaffen. Dafür fehlt meist Platz und Geld.
  • Vorteilhaft ist außerdem, dass bei einem Fitnessabo keine Anschaffungskosten anfallen. Hohe Preise für Fitnessgeräte schreckt viele ab, sich für das Training in den eigenen vier Wänden zu entscheiden.  Es gibt jedoch auch günstige Alternativen wie Hanteln, Gymnastikbälle oder Trainingsvideos, mit denen effektiv trainiert werden kann.

Vorteile des Trainings in den eigenen vier Wänden:

  • Heimtraining ist zweifelsfrei auf Dauer die preisgünstigere Alternative und für viele der entscheidende Vorteil. Wer sich ein Abo im Fitnessstudio holt,  muss langfristig tief in die Tasche greifen und verpflichtet sich zusätzlich meist für mindestens 12 Monate.
    Allerdings fallen beim Training zu Hause anfänglich einmalige Anschaffungskosten für Fitnessgeräte an, die sich bei der Nutzung über mehrere Jahre aber schnell gelohnt haben.
  • Vor allem Fitness-Anfänger und Übergewichtige, die Sport treiben möchten um abzunehmen, fühlen sich oft unwohl in einem Fitnessstudio zwischen den vielen durchtrainierten und sportlichen Menschen. Für sie ist das Training zu Hause wohl die bessere Alternative, denn dort bleiben sie von fremden Blicken verschont und auch Aussehen und Trainingsoutfit spielen dann keine Rolle.
  • Vorteilhaft ist außerdem, dass Sie bei heimischem Training an keinerlei Öffnungszeiten gebunden sind. Auch Sonn- und Feiertags können Sie Ihr Training zu Hause durchführen und dabei soviel schwitzen, japsen und ächzen wie sie möchten, ohne das es jemanden stört.
  • Nicht zu vernachlässigen ist außerdem die Zeitersparnis, die durch das Wegfallen des Fahrtweges vorhanden ist. Faule Ausreden wie schlechtes Wetter oder Zeitknappheit zählen dann nicht mehr, denn auch eventuelle Wartezeiten an den Fitnessgeräten gibt es zu Hause nicht. Für eine halbe Stunde Training zwischendurch findet sich immer etwas Zeit.

Um schlank und fit zu bleiben, benötigt man also nicht unbedingt ein teures Abo im Fitnessstudio. Je nach Persönlichkeit und individuellen Zielen, macht es jedoch für einige Menschen durchaus Sinn, sich in einem Studio anzumelden. Jeder muss für sich selbst entscheiden, welche Variante für ihn am besten und effektivsten ist. In manchen Studios gibt es auch die Möglichkeit, ein Probemonat zu absolvieren, bevor man sich vertraglich für längere Zeit bindet. Testen Sie es einfach aus, sie werden schnell merken, was für Sie das Richtige ist.

Höre auf dein Herz – Effektiv trainieren bei richtiger Herzfrequenz

5. Oktober 2010 von redaktion

Wer seine Ausdauer steigern möchte, für den ist eine Pulsuhr im Training unabdingbar. Das Trainieren bei richtiger Herzfrequenz ist besonders effektiv und verspricht optimalen Erfolg.

Für den Trainingspuls gilt: viel hilft nicht immer viel! Ein zu hohes Tempo kann für den Leistungszustand kontraproduktiv sein, da eine maximale Steigerung nur bei optimalem Trainingspuls erreicht wird. Pauschale Aussagen wie „bei einem Puls von 130 hat man den besten Trainingseffekt“ sind veraltet, denn der optimale Trainingspuls ist individuell unterschiedlich und hängt von mehreren Faktoren ab, wie z.B. Geschlecht, Alter, Trainingszustand, Veranlagung oder Medikamente.

Um den optimalen Trainingspuls  genau herauszufinden, ist eine Leistungsdiagnostik mit Laktatanalyse oder Ergospirometrie notwendig. Diese ist jedoch recht teuer und für Anfänger wenig sinnvoll, da die Werte schon nach einige Wochen Training wieder überholt sind.
Diese Tests gehören im Leistungssport jedoch mittlerweile zum Standard, da sie einen Einblick in den Stoffwechsel unter Belastung ermöglichen, wodurch optimale Trainingsintensitäten ermittelt werden können.

Leistungsdiagnostik wird auf einem Fahrradergometer, Laufband oder auch in einem Schwimmkanal durchgeführt. Sowohl bei der Laktatanalyse, als auch bei der Ergospirometrie wird in einem Stufentest die Belastungsintensität schrittweise erhöht.

Laktatanalyse:
Für den Laktattest wir in bestimmten Abständen während der Belastung ein Tropfen Blut vom Ohrläppchen abgenommen, um die Laktatkonzentration festzustellen.  Der Körper stellt nämlich nach einiger Zeit von der aeroben Energiegewinnung (mit Sauerstoff) auf die anaerobe Energiegewinnung (ohne Sauerstoff) um. Dieser Zeitpunkt ist mit der Laktatmessung festzustellen, denn es entsteht bei der anaeroben Energiegewinnung das Abfallprodukt Laktat im Blut, das die Leistung abfallen lässt.

Die Laktatanalyse liefert zuverlässige Werte über den individuellen Stoffwechsel, wodurch Trainingsempfehlungen abgeleitet werden können.

Ergospirometrie:
Hierbei trägt der Sportler während des Stufentests eine Atemmaske, wodurch die Zusammensetzung der Atemgase gemessen wird. Auch diese geben Aufschluss über den Stoffwechsel und es können Trainingsempfehlungen abgeleitet werden.

Wem die Leistungsdiagnostik zu aufwendig ist, für den gibt es Formeln und Methoden, mit denen der optimale Trainingspuls berechnet werden kann. Diese sind allerdings wesentlich ungenauer und geben nur einen groben Richtwert.

Eine gängige Formel ist beispielsweise die Langström Formel:

Individueller Trainingspuls = RP + (220 – 2/3 LA – RP) x FK

RP = Ruhepuls. Er wird morgens direkt nach dem Aufwachen im Bett ermittelt.
LA = Lebensalter
FK = Fitnesskategorie
Faktor 2/3 gilt für Ausdauersportarten wie Walken, Laufen und Schwimmen. Bei Kraftausdauersportarten wie Radfahren und Rudern wird der Faktor ¾ multipliziert.

Fitnesskategorien:

  1. Über Jahre völlig inaktive Menschen = 55 % oder Faktor 0,55
  2. Menschen die unregelmäßig Sport machen = 60 % oder Faktor 0,6
  3. Gesunde Menschen, die mindestens 2x in der Woche ausdauerorientierten Sport machen = 65 % oder Faktor 0,65
  4. Leistungsorientierte Sportler, die ca. 4x wöchentlich systematisch trainieren = 70 % oder Faktor 0,7
  5. Hochleistungs- und Berufssportler = 75 % oder Faktor 0,75         

 

Beispiel:
50-Jähriger Mann mit der Fitnesskategorie 2 und einem Ruhepuls von 70.

Individueller Trainingspuls = 70 + (220 – (2/3 x 50) – 70) x 0,6
Individueller Trainingspuls = 70 + (220 – 33 – 70) x 0,6
Individueller Trainingspuls = 70 + 117 x 0,6
Individueller Trainingspuls = 70 + 70,2
Individueller Trainingspuls = 140,2

Viele Jogger sind zu schnell unterwegs und gefährden damit ihre Trainingsziele. Wer also effektiv trainieren möchte, sollte sich unbedingt eine Pulsuhr anschaffen und seinen individuellen optimalem Trainingspuls ermitteln.

Woher kommt Muskelkater?

22. Juni 2010 von redaktion

Muskelkater tritt meist nach ungewohnten Belastungen auf. Werden Muskelgruppen trainiert, die selten beansprucht werden, bekommt man oft am nächsten Tag die Quittung dafür.

Früher wurde angenommen, dass Muskelkater durch eine Übersäuerung der Muskulatur durch Laktat (Milchsäure) hervorgerufen wird. Laktat wird nämlich bei hoher körperlicher Belastung in großer Menge produziert. Heute weiß man, dass diese Aussage falsch ist, weil Laktat lediglich eine Halbwertszeit von 20 Minuten besitzt, Muskelkater jedoch meist erst am nächsten Tag auf auftritt, wenn das Laktat schon längst abgebaut ist. Zudem müsste bei dieser Annahme der Muskelkater besonders stark bei Sportarten auftreten, bei denen hohe Laktatwerte gemessen werden (z.B. beim Mittelstreckenlauf). Er tritt aber häufiger bei Krafttraining auf, wobei eher weniger Laktat gebildet wird.

Nach dem heutigen Wissensstand nimmt man an, dass der Muskelkater durch feine Risse in den sogenannten Z-Scheiben der Muskelfasern hervorgerufen wird. Dadurch dringt Wasser in die Muskelzellen ein und es kommt zum Anschwellen des Muskels. Den Dehnungsschmerz empfinden wir dann als Muskelkater.

Warum kommt der Muskelkater erst Stunden nach der Belastung?
Zunächst klingt es für viele unlogisch, dass der Schmerz erst Stunden später zu spüren ist. Dafür gibt es aber eine einfache Erklärung: die Nervenenden liegen nicht direkt in den Muskeln, sondern außerhalb, im Bindegewebe. Nach der Belastung beginnt der Körper die beschädigten Zellen abzubauen, wobei so genannte Spaltprodukte entstehen. Erst wenn diese beim Abtransport die Nervenenden erreichen, macht sich der Schmerz bemerkbar. Der Prozess dauert einige Stunden, was erklärt, dass sich der Muskelkater erst später bemerkbar mach.

Wie kann man Muskelkater vorbeugen?

  • Treiben Sie regelmäßig und mehrmals in der Woche Sport
  • Untrainierte Muskulatur sollten Sie nicht übermäßig stark oder langanhaltend belasten
  • Steigern Sie die Belastung nur allmählich, um eine Überbeanspruchung zu vermeiden
  • Wärmen Sie sich vor dem Sport gut auf
  • Nach längerer Trainingspause sollten Sie nur langsam wieder anfangen

Was tun, wenn es schon zu spät ist?

  • Stellen Sie die betroffene Muskulatur ruhig und schonen Sie sich
  • Bewegen Sie sich mit nur geringer Belastung wie z.B. leichtes joggen oder Gymnastik
  • Nehmen Sie warme Entspannungsbäder, das fördert die Durchblutung, entspannt die Muskeln und lindert die Schmerzen
  • Saunabesuche sind ebenfalls durchblutungsfördernd und beschleunigen dadurch den Heilungsprozess
  • Vermeiden Sie hohe Kraftbelastungen
  • Vorsichtiges Dehnen kann den Schmerz ebenso vorrübergehen abschwächen

Training trotz Muskelkater?
Ihre Muskeln schmerzen noch und die nächste Trainingseinheit steht schon wieder an? Je nach Grad des Muskelkaters sollte sie eventuell lieber verschoben werden. Da es sich um kleine Muskelverletzungen handelt, sollte die betroffene Muskulatur nach Möglichkeit geschont werden, bis sie nicht mehr schmerzt. Zudem ist manchmal die Bewegungsfreiheit durch Muskelkater eingeschränkt und Kräftigungsübungen können dadurch nicht mehr sauber ausgeführt werden.

Haben Sie nur sehr leichten Muskelkater, müssen Sie nicht auf ihr Training verzichten. Achten Sie aber darauf, dass Sie sich besonders sorgfältig aufwärmen und trainieren Sie nur mit geringer Belastung und Intensität.

Eine gute Möglichkeit um auch mit Muskelkater nicht auf Krafttraining verzichten zu müssen, wäre das Splittraining. Dabei werden die einzelnen Muskelgruppen an unterschiedlichen Tagen trainiert. So bekommen beanspruchte Muskeln länger Zeit um zu regenerieren und der Muskelkater kann vor der nächsten Belastung des Muskels auskuriert werden.

Der Marathon – durch kleine Schritte zum großen Ziel

21. Juni 2010 von redaktion

Es gibt unzählige Tipps und Tricks für den Ausdauersport und jeder ist wichtig, denn Ausdauersportler trainieren individuell und lassen sich unterschiedlich motivieren.

Die meisten Sportler trainieren zu schnell und mit einer enormen Verbissenheit. Häufig werden Sehnen und Bänder dabei überreizt, was zu Verletzungen führen kann. Manche Sportler ignorieren ihre Schmerzen, was den Erfolg sogar gefährden kann. Falsches und unüberlegtes Training, zu hochgesteckte Ziele oder eine unzureichende Ausrüstung verhindern schnell den Trainingserfolg, mindern die Motivation und zwingen manche Läufer sogar zur Aufgabe ihres großen Ziels.

Richtig Trainieren – aber wie?

  1. Grundlagen
    • Beginne als Einsteiger mit einer langsamen Geschwindigkeit und steigere dich maximal um 10%- 20% deiner Leistung pro Woche (z.B. in der ersten Woche 5km, in der Zeiten Woche 5,5km ODER in der ersten Woche 30 Minuten, in der zweiten Woche 35 Minuten). So wird die Energiebereitstellung im Muskel und das Herz- Kreislaufsystem trainiert und auf stärkere Belastungen vorbereitet. Solltest du vorher gesundheitliche Probleme gehabt haben, spreche dein Training bitte mit einem Arzt ab.
    • Trainiere regelmäßig im aeroben Bereich (Energieumwandlung in den Muskeln erfolgt durch Kohlenhydrate und Fette). Durch regelmäßige Leerung und Füllung der Kohlenhydratspeicher werden die Muskeln empfänglicher für die Nährstoffe. Das vergrößert deine Kohlenhydratspeicher.
    • Ernähre dich vielseitig, denn gute Läufer brauchen viel Energie! Der Energieumsatz eines Läufers beträgt 1kcal pro Kilogramm Körpergewicht pro Kilometer. Somit verbraucht ein 80kg schwerer Läufer für 20km 1600kcal. Dabei werden bis zu 80% in Wärme umgesetzt. Durch das Schwitzen verliert der Körper viel Wasser und Elektrolyte (Natrium, Kalium, …). Diese müssen dem Körper durch eine ausgewogene Ernährung, viel Flüssigkeit und ggf. durch Nahrungsergänzungen wieder zugeführt werden.
    • Das Training sollte über das ganze Jahr gehen, pro Woche 3-4 Trainingseinheiten. Diese können bei einer Vorbereitung zum Marathon bis auf 6 Trainingstage pro Woche ausgedehnt werden.
    • Regelmäßige Langzeitbelastungen sind effektiver als intensive Kurzbelastungen mit langen Pausen. Zum Beispiel ist es sinnvoll zweimal in der Woche langsam und ausdauernd zu trainieren (für den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel) und einmal in der Woche intensiv (für den anaeroben Bereich).
    • Höre immer auf deinen Körper – er sagt dir, was er braucht! Besonders bei Schmerzen und deiner Belastungsgrenze!
    • Stelle dir einen Trainingsplan auf mit kleinen Zielen. Zum Beispiel: statt 10km in der nächsten Woche 11km.
    • Belohne dich bei der Erreichung deiner Ziele mit einer schönen CD, einem Ausflug, einem Buch, …
    • Dokumentiere dein Training mit Belastungen, Empfindungen, Beschwerden, Zeiten und Herzfrequenz. So behältst du deine Zeiten. Das dient nicht nur der besseren Planung deines Trainings, sondern auch der Motivation.
    • Trainiere nicht nur einen Körper, sondern auch deinen Geist, denn Durchhaltevermögen benötigt gute Gedanken: Disziplin und eine positive Grundeinstellung können dir beim Durchhalten helfen. Zum Beispiel kannst du dir gute Gedanken über dich selbst und dein Training immer wieder in Erinnerung rufen: ich schaffe das, ich habe schon viel Härteres gepackt, …
    • Beuge Verletzungen und Schmerzen vor, in dem du weichen Laufuntergrund (Waldboden, Wiesenwege) bevorzugst (siehe unten).
  2. Trainingssteuerung 

    (HRmax) = 207 – 0,7 X Lebensalter (zum Beispiel 207 – 0,7 x 27 = 188,1 Schläge pro Minute)

    Die Trainingseinheiten können ausgehend von der HRmax festgelegt werden:

    • Regeneratives Training:
      68-73% der HRmax für das Herz- Kreislaufsystem und die Fettverbrennung
    • Grundlagenausdauer 1:
      73-80% der HRmax für aerobes Training, Verbesserung Atmung + Kreislauf
    • Grundlagenausdauer 1-2:
      80- 87% der HRmax für anaerobes Training für Leistungszuwachs
    • Grundlagenausdauer 2:
      87-93% der HRmax für anaerobes Training für Leistungszuwachs
    • Wettkampfspezifische Ausdauer:
      93-100% der HRmax Ausnahmesituation!

    Jeder Läufer sollte seinen Körper kennen
    Jeder Läufer sollte seine „ventilatorische aerobe Schwelle“ kennen, denn ab dieser Schwelle wird Laktat (Milchsäure) gebildet. Bei steigender Belastung kann es zu einem Ungleichgewicht von Laktatentstehung und Laktatabbau kommen. Ab diesem Zeitpunkt übersäuert der Muskel und der Energiestoffwechsel des Muskels bricht zusammen. Über eine Atemgasanalyse und eine Laktatmessung kann eine individuelle Trainingssteuerung ermittelt werden.

    Die Trainingssteuerung ist ein wichtiges Indiz für den Trainingserfolg. Das Zentrum für Sportmedizin in Münster gibt dazu folgende Richtlininen:Für adipöse und Menschen mit Herz- Kreislauferkrankungen gelten andere Werte!
    Die Trainingssteuerung kann über die maximale Herzfrequenz festgelegt werden:

  3. Vorbereitungen zum Marathon
    • Auf einen Marathon sollte sich mindestens 1,5 Jahre vorbereitet werden! Längere Einzelstrecken sollten dabei mindestens 6 Monate vor dem Marathon gelaufen werden (15km-20km), um die Belastungsgrenze langsam zu steigern und Verletzungen vorzubeugen.
    • 7-10 Tage vor dem Marathon sollten nur noch 50% des normalen Trainings trainiert werden. In den Tagen vor dem Wettkampf sollte auf Experimente verzichtet werden, um Verletzungen vorzubeugen.
    • Achte auf eine ausreichende Aufnahme von Proteinen (20%) und Kohlenhydraten (60-70%), damit die Glycogenspeicher gefüllt werden (zum Beispiel durch Nudeln, Kartoffeln, Obst und mageres Fleisch, Fisch, Ei und viel Obst und Gemüse).
    • Während der Wettkampfvorbereitung sollte das Trinken geübt werden (jede 30 Minuten 200-300ml), denn 1g Kohlenhydrate speichern 3g Wasser. Das stabilisiert den Wasserhaushalt während des Wettkampfes. Anfänger sollten besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten.
    • Der letzte Saunagang vor dem Training sollte nicht nach dem 3. Tag vor dem Wettkampf absolviert werden.
    • Entwickle eine Technik gegen Seitenstiche (Atemtechnik oder auf die betroffene Stelle drücken…).
  4. Der große Tag
    • Auf eine angemessene, atmungsaktive Bekleidung während des Wettkampfes sollte geachtet werden. Ebenfalls sollten keine neuen Schuhe oder Socken getragen werden. Die Schuhe sollten mit 100km schon eingelaufen sein.
    • Schlafe dich richtig aus und trinken kein Alkohol vor dem Wettkampf.
    • Gegen wundgescheuerte Haut helfen Vaseline oder Hirschtalk aus der Apotheke.
    • Probiere beim Frühstück und beim Wettkampf leicht konsumierbare Kohlenhydrate (Gels, Power Riegel, Kohlenhydratkonzentrate, …), sie verhindern eine Unterzuckerung beim Training
    • Bei Seitenstichen gehe langsamer und entwickle eine Atemtechnik.
    • Keine Sprints am Ziel – das führt unweigerlich zur Überbelastung und Verletzungen.
    • Nach dem Ziel langsam weitergehen, lockern, massieren und auf eine ausreichende Wärmezufuhr achten.
    • Fülle deine Reserven wieder auf mit schnellen Kohlenhydraten (Saft, Obst, Schokoriegel, …) Auch ein alkoholfreies! Bier unterstützt die Regeneration, denn es enthält wertvolle Vitamine und Kohlenhydrate aus Gerste und Weizen.
    • Regeneriere dich gründlich und lege in der nächsten Woche weniger belastende Sporteinheiten ein wie Schwimmen, Radfahren, Skaten oder einfach relaxen mit Saunagängen, Kino …

Verletzungen und Schmerzen beim Training!

Schmerzen können eine Vielzahl von Ursachen haben. Er signalisiert immer einen Schwachpunkt. Häufig gehen Schmerzen auf verschiedene Trainingsfehler zurück, die durch eine genauere Trainingsplanung vermieden werden könnten:

  • schlechte Laufschuhe: es sollten jeweils 2 Paar Schuhe im Wechsel getragen werden. Pro 1000m sollte sich ein neues Paar Schuhe angeschafft werden. Eine Bewegungsanalyse und eine Fußdruckmessung sind für jeden Läufer von Vorteil.
  • Einseitiges Training ohne Variation der Bodenbeschaffenheit und ausschließliches Lauftraining können Schmerzen verursachen.
  • Plötzliche Überlastungen nach einer längeren Trainingspause (mehr als 20% Leistungssteigerung pro Woche) können Überlastungserscheinungen hervorrufen. Sowie ein harter Wettkampf ohne Vorbereitung.
  • Zu kurze Regenerationszeiten zwischen den Läufen.
  • Muskelkrämpfe (siehe Maßnahmen).Bei Verletzungen sollte schnell gehandelt werden, um Überlastungserscheinungen nicht chronisch werden zu lassen. Maßnahmen können sein:
    • Stützverbände wie Tapes
    • Verringerung des Trainings und Ausweichen auf alternative Sportarten
    • gezielte Übungen, um Koordination zu trainieren
    • eine individuelle Bewegungsanalyse mit Fußdruckmessung, ggf. neue Laufschuhe oder Einlegesohlen
    • Variation der Bodenbeschaffenheit und alternative Sportarten
    • Meiden von Überlastungen
    • bei Muskelkrämpfen: Vorbeugend wirken neben Krafttraining auch Dehnungs- und Lockerungsübungen, eine ausgewogene Ernährung, Magnesium oder Chinin

    Kleine Motivationshilfen

    • gönne dir etwas, was dich zum Laufen motiviert (T-Shirt, Laufschuhe, …).
    • laufe ab und zu ohne Uhr – das nimmt den Druck und du kannst so lange laufen, wie du magst.
    • laufe neue Wege und lasse dich von Neuen inspirieren.
    • pro km werden ca. 70 Kalorien verbrannt – eine große Motivationshilfe
      (7km= 525kcal= 1 Schokolade).
    • ersetze den Dauerlauf ab und zu mit einem Speedgame (Sprint bis zum Baum, gehen bis zur Parkbank,…).
    • Spüre die Naturgewalten und laufe auf bei Wind, Regen und Schnee – spüre, dass du mehr drauf hast als Couchpotatoes.
    • Setze dir jede Woche ein Ziel – und belohne dich bei Erreichen des Ziels.
    • Mit einem Partner steigt die Motivation. Suche die Gleichgesinnte oder ein Fitnessstudio, wo du dich in Ruhe auf dein Kraft- und Ausdauertraining vorbereiten kannst.
    • Nicht nachdenken, ob du laufen gehst oder nicht – Plan ist Plan, Schuhe an und los!
    • Bei Müdigkeit und Lustlosigkeit trotzdem raus – du kannst immer wechseln zwischen laufen und gehen oder einen anderen Sport wählen wie Fußball, Basketball, Schwimmen oder Frisbee spielen

    (Quelle: u.A. 42 Tipps für 42 Kilometer, Sportärztliche Empfehlungen für Laufanfänger und Marathoneinsteiger, 2. Auflage 2010/2011)

Ausdauertraining

8. Juni 2010 von redaktion

Wer den inneren Schweinehund einmal überwunden hat und regelmäßig die Ausdauer trainiert, kann sehr schnell Erfolge sehen. Ob Radsport, Joggen, Schwimmen oder Boxen – Ausdauersport wirkt positiv auf Körper und Geist und verbessert die Erfolge beim Krafttraining.  

Ausdauer ist die Fähigkeit des Körpers über einen langen Zeitraum Leistung zu bringen und diese zu erhöhen, ob zur Erhaltung der Gesundheit oder als Leistungssport.

Ausdauertraining hat viele positive Wirkungen auf den Körper:

Herz- Kreislauf: Ausdauersport bewirkt eine Verdickung des Herzmuskels und erhöht das Schlagvolumen des Herzens. Außerdem wird die Sauerstoffaufnahme deutlich verbessert. Der Puls beruhigt sich schneller nach dem Belastungsende.

Muskelstoffwechsel: Die Glycogenspeicher im Blut erweitern sich, es werden mehr Mitochondrien gebildet, welche die Enzymtätigkeit verbessern.

Blut: Es kommt zu einer Zunahme des Blutplasmas. Außerdem werden mehr rote Blutkörperchen und Hämoglobin gebildet.

Nervensystem: Der Parasympatikus wird angeregt, was eine anregende Wirkung auf das Nervensystem hat.

Außerdem unterstützt Ausdauersport das Immunsystem und die Fettverbrennung. Die Atmung vertieft sich, womit mehr Sauerstoff aufgenommen werden kann.

Die richtige Ernährung beim Ausdauertraining ist entscheidend:

Die richtige Ernährung im Ausdauersport ist entscheidend für den Erfolg und die Leistungssteigerung. Eine schlechte Ernährung bei hohen Belastungen kann zu Elektrolytverlusten, zum Muskelabbau und zu schweren Ermüdungserscheinungen und Krämpfen führen. Auch die Nährstoffdichte ist wichtig. Sie gibt das Verhältnis zwischen Nährstoffgehalt und Energie an. Je höher die Nährstoffdichte, desto qualitativ hochwertiger ist das Lebensmittel.

Kohlenhydrate:

Glycogenspeicher in Leber und Muskeln stellen schnelle Energie zur Verfügung und werden je nach Trainingsintensität  geleert. Der Körper verfügt über einen Glycogenspeicher von ca. 400g, der je nach Training vergrößert werden kann. Ist zuwenig Energie für eine hohe Belastung vorhanden und die Glycogenspeicher wurden schon geleert, kann das Muskelgewebe angegriffen werden. Die Leistungsfähigkeit sinkt und es werden keine Erfolge sichtbar. Um dem entgegenzuwirken ist eine ausreichende Kohlenhydratzufuhr notwendig.

Ab einer Belastungsdauer von 70 Minuten sollten Kohlenhydrate während und nach dem Training aufgenommen werden. Als Regel gilt: 1 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht. Ob als Sportgetränk mit Kohlenhydraten, als Obst oder Schokoriegel – schnelle Energie unterstützt den Aufbau der Glycogenspeicher. In den ersten 4-6 Stunden nach einer hohen Belastung nehmen die Zellen den neu zugefügten Zucker besonders schnell  auf. Hilfreich sind 5-6 kohlenhydratbetonte Mahlzeiten über den Tag verteilt (siehe Beispielplan).

Flüssigkeit, Mineralstoffe und Vitamine:

Mineralstoffe und Vitamine wie Natrium, Magnesium, Eisen, Zink und Kalium beeinflussen die Leistungsfähigkeit sehr stark. Diese können beim starken Schwitzen verloren gehen. Umso wichtiger ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von 3-5 Litern vor, während und nach dem Training.

Folgende Mineralstoffe und Vitamine sind besonders bei Sportlern für die Leistungsfähigkeit von großer Bedeutung:

  • B Vitamine stärken die Nerven
  • Vitamin C unterstützt das Immunsystem
  • Eisen und Zink wirkt leistungsunterstützend
  • Magnesium beugt Krämpfe vor
  • Calcium stabilisiert die Knochen
  • Natrium und Kalium regeln den Wasserhaushalt des Körpers
  • Kalium aktiviert Enzyme, die Energie aus dem Kohlenhydratstoffwechsel bereitstellen

Die Glycogenreserven haben den Vorteil, dass 1 Gramm Glycogen 2,7g Wasser und 19,5mg Kalium binden, welches sie beim Abbau von Glycogen freisetzen. Diese Nährstoffe stehen dann dem Körper zur Verfügung. Deshalb ist für die Speicherung von Glycogen eine ausreichende Wasser- und Kaliumaufnahme notwendig.

Eiweiß

Der Körper benötigt für jede Zelle, besonders aber für den Aufbau neuer Muskelmasse Eiweiß.

Dies kann in Form von Fleisch, Fisch, Ei oder Vollkornprodukten aufgenommen werden.

Wenn keine Zeit für eine Mahlzeit ist, können ein eiweißreicher Drink, ein hochwertiger Proteinriegel oder isotonische Getränke sinnvoll sein.

Auch beim Eiweiß ist die Qualität der Nährstoffe ausschlaggebend. So sollte auf eine hohe Biologische Wertigkeit (BW) geachtet werden. Diese gibt an, inwieweit das aufgenommene Eiweiß in Körpereiweiß umgesetzt werden kann. Die BW kann gesteigert werden, indem verschiedene Lebensmittel kombiniert werden, wie z.B. Kartoffel und Ei, Mais und Bohnen oder Milch und Weizen.

Die Nährstoffrelation bei Ausdauersportarten sollte deshalb wie folgt aussehen:

  • 60 % Kohlenhydrate (kann je nach Training bis zu 80% ansteigen)
  • 12-16% Eiweiß
  • 24-26% Fett

Zum Beispiel:

  • ein reichhaltiges Frühstück mit viel Vollkorn, Haferflocken, Joghurt oder Quark, Käse, Früchten und Gemüse. Es enthält wertvolle, lang anhaltende Kohlenhydrate,  Eiweiß, Calcium und Kalium
  • zum Mittag reichlich Gemüse, Vollkornnudeln oder – Reis, mageres Fleisch oder Fisch. Auch Salate sind sehr mineralstoff- und vitaminreich.
  • Zwischendurch gerne auch mal ein kleiner Snack zwischendurch (Protein- oder Müsliriegel, Obst, Vollkornkekse) mit schnellen Kohlenhydraten
  • Abgestimmte Ernährung vor und nach dem Training mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr (2-5 Liter)
  • Ggf. extra Supplemente oder Eiweißpulver, um einen Nährstoffmangel zu vermeiden.


Ein paar Tipps auf den Weg

  1. Beginne klein und setze dir kleine Ziele
  2. erstelle dir einen Plan mit abwechselnd hohen und niedrigen Belastungen
  3. überfordere dich nicht – nur soviel, dass du das Gefühl hast, weitertrainieren zu können.

(blutdurchflossenes Gewebe passt sich sehr schnell an die neue Belastung an. Nicht blutdurchflossenes Gewebe (Knochen, Sehnen, Bänder) jedoch 3-5 mal langsamer)

  1. nimm dir Zeit für Erholung (Schlaf, Entspannung, Sauna, Massagen), denn der Muskel baut gerade in Erholungszeiten auf
  2. kein Sport bei Schmerzen
  3. Dehne dich erst nach dem Aufwärmen oder nach dem Training
  4. probiere auch neue Trainingsmethoden aus und lasse dich von Rückschlägen nicht entmutigen.

Muskeldefinition: Aufbau von Muskulatur und Abbau von Körperfett

31. Mai 2010 von admin

Neidisch könnte man werden, wenn man das fitte und gut trainierte Titelmädchen auf Sportmagazinen wie der “Fit for Fun” sieht. Ihren straffen Po, die schön geformten schlanken Beine, den muskulösen Bauch und die festen Arme würden wir jederzeit gegen die kleinen Pölsterchen an unserem Körper tauschen!

Klar, bekommt man nicht von heut auf morgen so einen definierten Körper, aber mit etwas Ehrgeiz, dem richtigen Training und einer effektvollen Nahrungsergänzung, die einen das Ziel schneller erreichen lässt, schaffen auch Sie es!

1. Regelmäßig trainieren

Um Körperfett zu verbrennen und so die unter der Fettschicht sitzende Muskulatur besser sehen sowie aufbauen zu können, ist regelmäßiges Training unverzichtbar. Dafür eignet sich am besten eine Kombination aus Krafttraining und Konditionstraining – je zwei- bis dreimal die Woche.

2. Regelmäßig essen ist wichtig für den Fettabbau

Sie sollten mindestens drei größere oder bis zu fünf kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen. Durch das regelmäßige Zuführen von Nährstoffen schützen Sie sich einerseits vor Heißhungeranfällen und verhindern andererseits, dass ihr Stoffwechsel sich verlangsamt.

Brauchen Sie beispielsweise einen kleinen Zwischensnack oder wollen vor dem Training noch ein wenig Energie zuführen, Ihren Magen aber nicht belasten? Dann ist der neue leckere Body Attack Milk Bar Proteinriegel oder der Body Attack Carb Control Proteinriegel für Sie optimal.

3. Proteine gehören zu jeder Mahlzeit dazu

power-protein-90_500Wenn Sie Ihr Körperfett reduzieren und zugleich Ihre Muskulatur erhalten bzw. aufbauen möchten, sollten Sie auf eine reichhaltige Proteinzufuhr achten. Die beugt dem Muskelabbau vor, sättigt lang anhaltend und reduziert so automatisch die Kalorienzufuhr. Insbesondere tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Milch, Käse, Quark, Joghurt und Eier sowie pflanzliche Lebensmittel wie Soja, Hülsenfrüchte und Nüsse weisen einen hohen Gehalt an Proteinen auf. Doch diese Lebensmittel liefern, besonders wenn sie nicht fettreduziert sind, auch oftmals viele Kalorien. Daher sind für eine Gewichtsabnahme energie- und fettarme Protein-Shakes besonders empfehlenswert und effektiv. Die Proteine Body Attack Power Protein 90, 3-XT Protein, Extreme Whey Deluxe, Ultra Whey, Soja Shake, Diät Shake Vanille und Whey Protein Plus liefern wenig Kalorien, wenig Fett, dabei reichlich hochwertiges Eiweiß, schmecken sehr lecker und können jederzeit als Mahlzeitenersatz verwendet werden.

4. Proteine auch nach dem Training zuführen

Nach dem Sport “brennt” der Körper noch circa zwei Stunden nach, das bedeutet, dass in den folgenden zwei Stunden weiterhin ordentlich Kalorien und Fett verbraucht werden.

Um den Nachbrenneffekt optimal auszunutzen und möglichst viel Körperfett zu verbrennen, sollte in dieser Zeit nach dem Training möglichst nur ein fettarmer proteinreicher Snack oder Shake gegessen bzw. getrunken werden.

5. Fatburner – die große Hilfe zur schnelleren Gewichtsabnahme

Body-Attack-LIPO-100Vor dem Training kann ein Fatburner wie Body Attack Lipo 100, MET-Rx Thermo Surge Fatburner, Lean Fix Fatburner EFX Elite oder ein Produkt, das die Fettstoffwechsel-anregende Aminosäure L-Carnitin enthält wie das Body Attack L-Carnitin Liquid oder die Body Attack L-Carnitine Kapseln, den Energieumsatz während und nach dem Training noch zusätzlich fördern.

6. Kraft durch Kreatin

Kreatin zählt zu den beliebtesten und effektivsten Nahrungsergänzungsprodukten zum Aufbau und zur Definition von Muskulatur. Sogar wissenschaftliche Studien belegen, dass Frauen wie auch Männer, die Kreatin kombiniert mit Krafttraining einnehmen, schneller Muskulatur und Kraft aufbauen. Denn Kreatin hilft dabei, Ihre Trainingseinheit intensiver abzuleisten und einen höheren Trainingseffekt zu erzielen. So profitieren Frauen besonders von dem amerikanischen Produkt EFX Kre-a-fem. Männern ist das Body Attack Creatine, EFX Kre-Alkalyn, EFX Kre-Alkalyn PRO, EFX Kre-Alkalyn Liquid oder MET-Rx Xtreme Creatine zu empfehlen.

7. Essentielle Fettsäuren dürfen nicht fehlen

body-attack-omega-3-6-9Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega-3 (Alpha-Linolsäure) und Omega-6 (Linolsäure) sind essentiell, d.h. lebenswichtig. Sie können nicht vom Körper selbst produziert werden und müssen daher in ausreichender Menge über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Sie unterstützen den Organismus beim Muskelaufbau und bei der Fettverbrennung, wirken sich positiv auf die Gesundheit der Blutgefäße aus und beugen so Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Zudem verbessern sie schon nach kurzer Zeit die Gedächtnisleistung und Konzentration. In der natürlichen Nahrung sind die Omega-3-Fettsäuren vor allem in fettreichen Fischen und die Omega-6-Fettsäuren insbesondere in pflanzlichen Ölen enthalten. Um erfolgreich Gewicht abzunehmen, ist allerdings die Einsparung von Nahrungsfetten unabdingbar. So können Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-Fettsäuren den Stoffwechsel positiv beeinflussen ohne dabei das tägliche Fett- und Energiekonto in die Höhe zu treiben. Dazu empfehlen wir die Kapseln Body Attack Omega-3 und Body Attack Omega-3-6-9.